„Die Potsdamer Musikfestspiele sind ein großer Erfolg. Ihre Eröffnungsveranstaltungen am Wochenende waren lange vorher ausverkauft, die Auslastung liegt jetzt schon bei 92%. Das liegt nicht nur an dem klug zusammengestellten Programm-Motto: „Musica Britannica“ – und dem hohen Niveau der Darbietungen; es liegt auch am arkadischen Ambiente, in das sich die Musik so natürlich einfügt.“
Berliner Zeitung, 11.06.2007
„Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci haben] sich diesmal zur Gänze unter das Motto „Musica Britannica“ begeben […] und [treten] neben Jazz und keltischer Musik vor allem ambitioniert in ihrem angestammten Gebiet auf […]: in historischer Aufführungspraxis. Die Besucher wissen das so zu schätzen, dass, wer sich spontan interessiert, oft mit ausverkauften Sälen konfrontiert ist.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2007
„Die Potsdamer Musikfestspiele, eine der kleinen, feinen Festival-Perlen nicht nur in Brandenburg, haben sich noch nie allein auf den kostbaren Zauber ihrer einzigartigen Spielstätten zwischen Orangerieschloss, Neuen Kammern, Jaspisgalerie und Friedenskirche verlassen. Und haben ganz besonders im schnuckeligen Schlosstheater Friedrich des Großen […] immer Wert auf programmatisch sinnvolle Opernraritäten gelegt. So gab es dort, passend zum diesjährigen Motto „Musica Britannica“, […] eine reizvolle Ausgrabung […]: den 1737 uraufgeführten „Dragon of Wantley“ von John Frederick Lampe.“
Die Welt, 23.06.2007
„Die wie immer nicht genug zu lobenden Mitarbeiter der Musikfestspiele unter der Künstlerischen Leiterin Andrea Palent boten auch in diesem Jahr im unvergleichlichen Ambiente der Schlösser und der Gärten von Sanssouci eine spannende Programmvielfalt.“
orpheus, 9+10.2007
King Arthur, 09./10./11.06.2007
„Im Schlosstheater des Neuen Palais in Sanssouci hat die Lautten Compagney mit Henry Purcells Oper „King Arthur“ einen triumphalen Erfolg gefeiert.“
Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 13.06.2007
„Nicht nur, dass das arkadische Ambiente in Potsdam zur Botschaft der Musik passt wie gegossen. Mit ein paar bunten Seidentüchern, etwas Luft, etwas Licht, zwei Leitern, diversen Löchern in Wänden und Böden sowie einer Schauspieltruppe, die klarstes, feinstes Shakespeare-Englisch spricht, ist Blumenau ein nicht enden wollendes Wechselbad von poetischen Pointen und quietschvergnügten Überraschungen geglückt. […] Hoch zu loben ist schließlich die famose Lautten Compagney […]. Dass sie mit Brio spielten, versteht sich. Auch, dass die satt-schnarrenden Streicher, die süßen Flöten und schneidenden Oboen die schönsten Idyllen ausmalten und das Sommernachts-Grauen der Historie immer wieder in eitel Traum verwandelten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2007
„Das junge, vitale Ensemble verleiht dem Zwitter aus Schauspiel und sieben musikalischen Tableaux Flügel. Gesprochen wird in feinster Shakespearetheatertradition, die unter dem Namen Capella Angelica firmierenden Vokalsolisten steuern Rezitative, Songs und Chöre bei, die stilistisch mitunter zwar noch den letzten Schliff vermissen lassen, dafür aber mit beredter Emphase vorgetragen werden. Alle Akteure überzeugen – in jeweils mehreren Rollen – als agile Sängerschauspieler. Die fortwährenden Farb- und Stimmungswechsel der Purcell’schen Musik […] erhalten unter Wolfgang Katschner eine unaufdringliche, durchdachte Transparenz, die quer zu der (zuletzt 2004 in Salzburg zelebrierten) Versuchung steht, das Stück als grelles Barock-Musical aufzuziehen. Wieder einmal haben die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci bei der Suche nach geeigneten szenischen Produktionen für ihr Juni-Programm glückliche Hand bewiesen.“
opernwelt, August 2007
„[…] ein Fest mit Chören und Tänzen – vom Orchester rhythmisch prägnant und farbig ausgebreitet – beschließt diesen wunderbaren Abend.“
orpheus, 9+10.2007
For a mad King, 14.06.2007
„Ungleich brutaler und verstörender werden die Folgen schizophrener Psychose in dem musiktheatralischen Werk „Eight Songs for a Mad King“ des Briten Peter Maxwell Davies (geb. 1943) gleich einer modellhaften klinischen Fallstudie in Klang verwandelt. […] Gleich geballten Peitschenhieben lassen martialische Klangballungen das total unvorbereitete Publikum im Palmensaal des Neuen Garten zusammenzucken. Ein geradezu überfallartiger Beginn der von Shi Yeon Sung dirigentisch betreuten und nahtlos ineinander übergehenden Liederfolge, die dem Musikfestspiele-Programm mit englischer Kammermusik aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den grandiosen Höhepunkt setzt.“
Potsdamer Neueste Nachrichten, 16.06.2007
Schottisch Barock, 15.06.2006
„Die Musikfestspiele wissen immer wieder zu überraschen. So auch beim ausverkauften Konzert des österreichischen Ensembles Quadriga Consort im Raffaelsaal der Orangerie Sanssouci. Was […] von dem Consort gespielt wird, kann man nur als musikalisches Fest und Reise durch schottische Musikgeschichte und Landschaft auf höchstem Niveau bezeichnen.“
Potsdamer Neueste Nachrichten, 19.06.2007
Jazz in the Garden, 16.06.2007
„Zum Jazz in the Garden hatten die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci am Samstag eingeladen. […] Den Neuen Garten als Refugium erleben, ohne dabei in einem Menschenmeer unterzugehen, war das Anliegen dieser Jazznacht. […] Während am Schloss Cecilienhof der Swing ausgelassen in den neuen Tag taumelte, sang am Marmorpalais Kathleen Willison mit weicher Stimme und noch weicherem Vibrato Jazzballaden. Auf dem Heimweg dann am Grünen Haus noch ein Blick auf den Heiligen See. Was von der Musik herüberweht, verfängt sich in den Bäumen, die Lichter auf den Wiesen wirken, als ob sie in der Nacht hängen. So einfach kann Schön sein.“
Potsdamer Neueste Nachrichten, 18.06.2007
English Baroque Soloists & Monteverdi Choir, 16.06.2007
„Dem Guru der historischen Aufführungspraxis gelangen dabei Wiedergaben, die schlichtweg staunen machten. Gewiss war man auf eine Leseart gefasst, die keinerlei traditionellen, romantisch geprägten Ausdeutungsversuchen frönen und jede Beschaulichkeit meiden würde. Doch diese Dankes- und Lobpreisgesänge derart bildkräftig, gestaltungsintensiv, mit Sinn und Verstand und mitreißender Lebendigkeit, in geradezu operntheatralischer Nachdrücklichkeit zu erleben, verschlug einem fast die Sprache.“
Potsdamer Neueste Nachrichten, 18.06.2007
„Wie Gardiners Monteverdi Choir das himmlische Kampfgeschehen in der Kantate „Es erhub sich ein Streit“ (BWV 19) dramatisierte, wie die Bässe und Trompeten seiner English Baroque Soloists die für 22 obligate Stimmen komponierte Stückvorlage des Vorfahren Johann Christoph Bach fugal marschieren und strahlen ließen, war – hier im doppelten Wortsinne – von feinster englischer Art. Will heißen: von einer interpretatorischen Brisanz, die […] zur längst verdienten Langlebigkeit auf unseren Konzertpodien verholfen haben sollte.“
Märkische Allgemeine Zeitung, 18.06.2007
The Dragon of Wantley, 20./22./23./24.06.2007
Eine der populärsten komischen Opern im England des 18. Jahrhunderts war John Frederick Lampe’s „The Dragon of Wantley“, doch hierzulande ist diese Burlesque Opera nahezu unbekannt. Die Präsentation im Rahmen der diesjährigen Festspiele in Potsdam Sanssouci – eine Koproduktion mit der englischen Tourneetruppe Opera Restor’d – kam daher einer Entdeckung gleich und ist nicht hoch genug zu rühmen. […] Das Publikum zeigte sich enthusiasmiert von der Aufführung; und so bleibt nur zu hoffen, dass diese Rarität auch den Weg auf die CD findet.“
orpheus, 9+10.2007
„Höchst gelungen auch die musikalische Gestaltung aus dem Orchestergraben. Die Akademie für Alte Musik überzeugte mit Sorgfalt und Lebendigkeit in der Phrasierung, vor allem bei den famos geschlossen agierenden Streichern, aber auch im schwindelerregend schön gespielten Continuo. Dies Resultat ist dem insistierenden Dirigat von Gary Cooper zu danken, der in der englischen Alte-Musik-Szene als Jungstar gehandelt wird.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2007
„Der Tonfall des Dragon of Wantley schöpft aus ungeahnt komödiantischen, burlesk-grobianischen Ressourcen. Man erkennt eine fast verschwiegene Facette des Barock – und genießt die – innerhalb unserer Region – Ausgrabung des Jahres.“
Kai Luehrs-Kaiser, Kulturrradio am Morgen, 21.06.2007
Mad Songs, 23.06.2007
„Das war kein Liederabend der herkömmlichen Art, sondern ein facettenreiches, nahtlos ineinander gefügtes Psychodrama über die Irrungen und Wirrungen schier unerschöpflicher Lebens- und Liebeszustände. […] So und nicht anders möchte man künftig Liederabende erleben!“
Potsdamer Neueste Nachrichten, 25.06.2007
Abschlusskonzert, 24.06.2007
„Grandioser Abschluss der Musikfestspiele: 3600 Zuhörer – weit mehr als in den vorigen Jahren – vergnügten sich am Sonntagabend bei Promenadenmusik mit dem Filmorchester Babelsberg im Ehrenhof des Neuen Palais. Das perfekte Wetter an diesem lauen Sommerabend, die schöne Schlosskulisse und der aufsteigende Halbmond am dunklen Himmel setzten als mehr oder weniger zufällige Details der prachtvollen Inszenierung mit Musik und Feuerwerk die Krone auf. […] ein fantastische Finale der diesjährigen Musikfestspiele.“
Potsdamer Neueste Nachrichten, 26.06.2007